Christian Altaner

Gemeinderatssitzung vom 26. März 2018 — Sondersitzung-

  • Ver­ab­schiedung des Haushalts 2018

Verabschiedung des Haushalts 2018

Der Haushalt ist mit 6,88 Mil­lio­nen Euro ca. 7 Prozent höher als der aus dem Jahr 2017. Die größten Eck­punk­te im Bere­ich der Aus­gaben sind die Turn­hal­len­sanierung mit 1.900.000,- EUR, der Kinder­garten­neubau mit 500.000,- EUR, sowie die Brück­en­sanierung in Stein­bach mit ca. 250.000,- EUR und die Erschließung des Bauge­bi­etes Him­mel­re­ich mit ca. 250.000,- EUR.

Entwurf des Haushalts der Gemeinde Sachsen

Deck­blatt des Haushalts der Gemeinde Sach­sen

Der Gestal­tungsspiel­raum ist gen Null reduziert, da wir die Maß­nah­men bere­its vor Jahren beschlossen haben und jet­zt umset­zen.  Größte Ein­nah­me­quelle ist die Einkom­men­steuer mit ca. 2 Mil­lio­nen EUR, gefol­gt von der  Gewerbesteuer in Höhe von ca. 450.000, die Schlüs­selzuweisung beträgt 880.000,- EUR.

Dem gegenüber ste­hen die Aus­gaben für die geplanten Investi­tio­nen in Höhe von 4.394.000 ‚- EUR. Das sind ca. 55 Prozent des  gesamten  Haushaltsvol­u­mens. Ein weit­er­er großer Posten im Haushalt sind die Per­son­alkosten für die ca. 80 Angestell­ten von 2.3 Mil­lio­nen EUR.

Einen tief­er­en und mit noch mehr Zahlen gespick­ten Vor­trag ers­pare ich mir an der Stelle. Bei Inter­esse zu einem The­ma bitte eine kurze Mail oder einen Kom­men­tar und ich werde die Fra­gen beant­worten.

Wir leben über unseren Verhältnissen, nicht nur mit dem Haushalt 2018!

Eine grundle­gende Fest­stel­lung zum Haushalt 2018 möchte ich machen. Uns als Gemeinde ste­ht, eigentlich nur das Geld zur Ver­fü­gung, welch­es im Ver­mö­gen­shaushalt, abzüglich des Schulden­di­en­stes, überbleibt. Dies ist ca. 800.000,- EUR. Dieses Geld kön­nen wir in Vorhaben investieren. An dieser Stelle sei bere­its ange­merkt, dass die Gemeinde im Jahr 2018 nicht nur die genan­nten 800.000,- EUR investiert, son­dern ca. 2,8 Mil­lio­nen EUR (!). Da stellt sich die Frage, wie geht das?

Aus dem Jahr 2016 haben wir ca. 1,1 Mil­lio­nen EUR Haushalt­srück­stel­lun­gen mit nach 2017 genom­men. 2017 haben wir sog­ar 2,45 Mil­lio­nen EUR nach 2018 über­nom­men.  Diese Rück­stel­lun­gen entste­hen, da die geplanten Maß­nah­men nicht begonnen wer­den. Das führt dazu, dass immer mehr Geld ange­häuft wird und nicht in die notwendi­gen Pro­jek­te investiert wird.  Das große Prob­lem dabei ist, dass die Pro­jek­te von Jahr zu Jahr ca. 3–5 Prozent mehr Kosten und die Mehrkosten nicht im Haushalt berück­sichtigt wur­den, gle­ichzeit­ig wird das Geld von Jahr zu Jahr infla­tions­bere­inigt weniger.

In der mittelfristigen Finanzplanung werden Schulden angehäuft

Daher haben wir bei der Mit­tel­fristi­gen Finanz­pla­nung zum Haushalt 2018, diese umfasst die näch­sten drei Jahre, auch deut­lich ange­sprochen, dass wir bere­its jet­zt über unseren Ver­hält­nis­sen leben. Denn im Jahr 2021 ist eine Ver­schul­dung von ca. 3,7 Mil­lio­nen EUR geplant (siehe Tabelle). Wir wer­den dazu Kred­ite aufnehmen, damit wir die kom­menden Maß­nah­men finanzieren kön­nen. Über die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Geld ist das nicht mehr möglich.

Daher soll­ten die beschlosse­nen Maß­nah­men auch umge­set­zt und nicht aufgeschoben wer­den.

Schulden­stand zum 31.12.2017   2.506.952
zzgl. Kred­i­tauf­nahme 2019 1.142.500
zzgl. Kred­i­tauf­nahme 2020 ——
zzgl. Kred­i­tauf­nahme 2021 868.500
abzüglich Tilgung 2018 201.500
abzüglich Tilgung 2019 201.500
abzüglich Tilgung 2020 201.500
abzüglich Tilgung 2021 201.500
Voraus­sichtlich­er Schulden­stand zum 31.12.2021   3.711.952
pro KopfVer­schul­dung 1.061

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: